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Kiosk am Schäfersee - Machbarkeitsstudie und vorbereitende Maßnahmen

Machbarkeitsstudie zur baulichen-funktionalen Weiterentwicklung des Kioskgebäudes am Schäfersee

Die Planungen zur Neugestaltung des Kiosks am Schäfersee gehen in eine neue Phase. Auf der Grundlage der abgeschlossenen Machbarkeitsstudie und der damit verbundenen Partizipation wird jetzt die konkrete Planung begonnen. Vorplanung und Ausführungsplanung bilden die Grundlage für die Baumaßnahme, die 2026 beginnen soll. Was bisher untersucht wurde:

Aufgabe der Machbarkeitsstudie war es durch Standortanalyse, Bestandsbewertung und Entwicklung von Nutzungsoptionen ein denkmalgerechtes Nutzungs- und Sanierungskonzept zu erarbeiten und bauliche Vorentwürfe für Vorzugsvarianten zu entwickeln.

Situation

Der öffentliche Raum im Bereich Schäferseepark und Franz-Neumann-Platz wird sukzessive neugestaltet und aufgewertet. Auch der Eingang zum Park mit seinem denkmalgeschützten Kioskgebäude soll durch Sanierung und neue Nutzung ein attraktiver Bestandteil der Neuordnung rund um die südliche Residenzstraße werden. Gleichzeitig soll von hieraus das Umfeld verbessert werden. Mehr soziale Kontrolle und Verbesserung der Aufenthaltsqualität sollen erreicht werden.

Führung zum Tag der Städtebauförderung 2024, (© S.T.E.R.N. GmbH)

Analyse

Das Gebäude wird durch die Aufnahme in die Landesdenkmalliste Berlin als Beispiel einer sachlichen Architektur der Nachkriegszeit gewürdigt. Die zurückhaltende Gestaltung greift Elemente der modernen Architektur der 1920er Jahre auf und gibt dem Gebäude eine moderne architektonische Gestalt.

Die äußere Erscheinung entspricht noch in ihren wesentlichen Teilen dem Originalzustand. Das Gebäude ist in einem mittleren Erhaltungszustand, konstruktive Schäden wurden nicht festgestellt. Von den Innenräumen mit ihren bauzeitlichen Einbauten und Materialien ist nur noch sehr wenig erhalten. Eine Zusammenlegung der drei z.Zt. unterschiedlich genutzten Räume würde eine nutzbare Fläche von ca. 50 m² ergeben.

Entwicklung Nutzungskonzept

Gestaltung und Materialität der äußeren Gestalt soll möglichst unverändert erhalten bleiben, um die Ablesbarkeit der verschiedenen Funktionen und die zeittypischen Gestaltungselemente erkennbar zu lassen.

Bereits ersetzte Bauteile, zum Beispiel die Außentüren können in Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde durch neue Fenster oder Fenstertürenlemente ersetzt werden. Durch die bereits erfolgten, irreversiblen Veränderungen im Innenbereich sind die vorhandenen Einbauten nicht zwingend zu erhalten.

Eine umfassende Beteiligungsveranstaltung beim Kiosk wurde am 14. Mai 2022 am Tag der Städtebauförderung durchgeführt. Des Weiteren fand eine Vorstellung und Diskussion im Gebietsgremium statt. Die gesammelten Nutzungsvorschläge von den Anwohnenden wurden durch Kriterien wie Potentiale für positive Wirkung im Außenraum, Flächenbedarf, zeitliche Auslastung, soziale Kontrolle, dauerhaft gesicherte Finanzierung und Bedarf gemäß Beteiligungsverfahren bewertet. Die höchsten Punktzahlen erreichten die Nutzungen Gastronomie und Gewerbe. Auch nachbarschaftsorientierte bzw. sozio-kulturelle Nutzungen wurden positiv bewertet.

Voraussetzung für eine funktionierende und wirtschaftlich tragfähige Nutzung ist, dass der gesamte Innenraum von ca. 50 m² zur Verfügung steht und die Nutzung dadurch nach mehreren Seiten in den Außenraum ausstrahlen kann.

Nachfolgend die Beispielplanung des Büros Topos für die Vorzugsvarianten Gastronomie und Gewerbe:

© TOPOS Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung

Die bauliche Umsetzung erfolgt in Abstimmung mit dem Denkmalamt. Erste Maßnahmen konnten bereits vorabgestimmt werden. Die gelb markierten Bereiche zeigen Rückbauvorschläge.

© TOPOS Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung

Die geschätzten Baukosten für die denkmalgerechte bauliche Instandsetzung und Anpassung für neue Nutzungen inklusive der Auslagerung der Trafostation belaufen sich laut Machbarkeitsstudie auf ca. 630.000 €.