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Landschaftsplanerischer Wettbewerb für den Freiraum am Schäfersee

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Die denkmalgeschützte Parkanlage rund um den Schäfersee entstand in den 1920er Jahren. Sie ist bis heute mit ihren Freizeitangeboten ein beliebtes Ausflugsziel und ein wichtiger Naherholungsort für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Reinickendorf Ost. Die Parkanlage ist zudem ein prägender Bestandteil des Aktiven Zentrums Residenzstraße.

Der Schäferseepark kann von der Residenzstraße nur eingeschränkt wahrgenommen werden, da er von Bebauung umschlossen ist. Zugänge von der Geschäftsstraße zu Park und See bestehen am U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz, am Durchgang zum Café am See und an der Stargardtstraße. Die Gestaltung der Zugänge ist allerdings mangelhaft und in die Jahre gekommen. Auch die Grünanlage selbst ist erneuerungsbedürftig. Sie soll daher abschnittsweise aufgewertet und mit dem umgebenden Stadtraum besser verknüpft werden. Damit wird die Parkanlage als Erholungsort und Ausflugsziel aufgewertet und das Ortsteilzentrum gestärkt.

Aus dem Programm Aktive Zentren stehen Fördermittel zur Verfügung für Maßnahmen an den nördlichen und östlichen Zugängen zum Schäferseepark, an der Grünanlage im Umfeld der Zugänge sowie am Rundweg.

In 2018 wird ein landschaftsplanerischer Wettbewerb für den Freiraum am Schäfersee durchgeführt, um die erforderlichen Baumaßnahmen vorzubereiten. Grundlage ist das Rahmenkonzept für die zentralen Grün- und Freiflächen im Fördergebiet Aktives Zentrum Residenzstraße aus dem Jahr 2017.

Die Wettbewerbsaufgabe:

  • Für die Parkanlage am Schäfersee soll ein Gesamtkonzept erstellt werden, in dem der Park besser mit der Geschäftsstraße und den Infrastrukturstandorten an der Stargardtstraße verknüpft wird.
  • Die Sichtbeziehungen und die Orientierung innerhalb des Parks sowie von der Residenz- und Stargardtstraße aus sollen verbessert werden.
  • Die Gestaltung soll Unsicherheitsgefühle verhindern und Nutzungskonflikte abbauen. Die vorhandenen Nutzungsangebote sollen verträglich ergänzt werden.
  • Zu Fuß Gehende und Radfahrende sollen sich zukünftig in der Parkanlage barriere- und konfliktfrei bewegen können.

Der Ablauf des Wettbewerbs:

  • Interessierte Landschaftsarchitektur-Büros konnten sich für eine Teilnahme am Verfahren bewerben. Eine Auswahl von 20 Büros wurde Ende Juli 2018 aufgefordert, Entwürfe zu erarbeiten.
  • Eine Jury wird die Beiträge der Büros bewerten. Sie besteht aus Fachleuten der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung sowie Vertreterinnen und Vertretern der Senats- und Bezirksverwaltung und des Gebietsgremiums.
  • Im Rahmen einer öffentlichen Bürgerveranstaltung am Abend des 12. November 2018 können Sie die eingereichten Wettbewerbsbeiträge vorab ansehen und in Anwesenheit der Jury-Mitglieder diskutieren.
  • Am 13. November 2018 trifft sich dann die Jury in einer nicht-öffentlichen Sitzung, um über die eingereichten Entwürfe zu beraten. Im Ergebnis wird dem Bezirksamt ein Entwurf zur Umsetzung empfohlen.
  • Anschließend können alle Wettbewerbsbeiträge noch einmal in einer öffentlichen Ausstellung, voraussichtlich ab Anfang Dezember 2018, eingesehen werden.
  • Ab 2019 werden die Planungen dann konkretisiert und die Baumaßnahmen vorbereitet.