© Schumann

Barrierearmer Umbau der Residenzstraße

Beginn des Umbaus der Residenzstraße im Frühjahr 2026

Alle Planungen und Untersuchungen liegen vor, die Fördermittel sind bereitgestellt. Nach mehreren Jahren der intensiven Vorbereitung kann nun mit den Umbaumaßnahmen an der Residenzstraße begonnen werden. Aufgrund der noch ausstehenden verkehrsrechtlichen Anordnung der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt verschiebt sich der Baustart aber ins Frühjahr 2026.      

Dieses Vorhaben ist eines der zentralen Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ für das Fördergebiet Residenzstraße. Hierdurch soll die Residenzstraße mit einer gesteigerten Attraktivität als Geschäfts- und Einkaufsstraße gestärkt werden.

Der barrierearme Umbau der Residenzstraße beginnt im Süden mit dem Abschnitt zwischen Holländerstraße und nördlichem U-Bahneingang Franz-Neumann-Platz (nahe Einmündung Am Schäfersee).

Für den ersten Bauabschnitt konnten zusätzliche Fördermittel eingeworben werden. Da es sich bei den beiden Knotenpunkten Markstraße/ Holländerstraße und Markstraße/ Residenzstraße/ Pankower Allee um Unfallschwerpunkte handelt, wird der Umbau dieses Abschnittes vorgezogen und von der Unfallkommission der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanziert. Der Planung waren umfassende Verkehrsuntersuchungen vor Ort vorausgegangen.

Mit der Umgestaltung der Residenzstraße in diesem ersten Abschnitt wird insbesondere die Sicherheit für den Pkw-, den Fahrrad- und den Fußverkehr deutlich erhöht. Die Verkehrsführung und Gestaltung des Straßenraumes werden so angepasst, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmenden gerecht werden und den Ansprüchen an eine zeitgemäße Mobilität und Barrierefreiheit Rechnung tragen.

Konkrete Verbesserung

Folgende Einzelmaßnahmen werden zwischen Holländerstraße und nördlichem U-Bahneingang Franz-Neumann-Platz ab Frühjahr 2026 umgesetzt:

  • Die Asphaltdecke wird mit lärmminderndem Asphalt erneuert.
  • Die Aufteilung der Fahrspuren wird optimiert. Die Fahrbahnmarkierungen werden erneuert.
  • Die Lichtsignalanlagen (Ampeln) werden angepasst.
  • Der Radweg wird neu sortiert (teilw. mit Markierung auf der Fahrbahn, teilw. auf Gehwegniveau) und verbreitert.
  • Die Residenzstraße erhält eine energieeffiziente und attraktive LED-Beleuchtung.
  • Der Mittelstreifen wird schmaler gestaltet. In ausgewählten Abschnitten des Mittelstreifens werden Rigolen zur Entwässerung eingebaut. Auf diese Weise wird das Regenwasser vor der Ableitung in den Schäfersee gereinigt, gleichzeitig wird die Verdunstung erhöht.
  • Es werden neue, klimaresiliente Bäume gepflanzt, die gegenüber dem Standard eine höhere Qualität aufweisen (DU 32/35 cm anstatt 16/18 cm).
  • Die Querungen und Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebildet. Zur besseren Auffindung dieser werden für Menschen mit Seheinschränkung Blindenleitstreifen angelegt.

Einschränkungen während der Baumaßnahme

Während der Baumaßnahme wird es immer wieder zu temporären Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden kommen. Die Verkehrsführung, einschließlich des Busverkehrs, wird z. T. umgeleitet. Geh- und Radwege werden zeitlich begrenzt nur eingeschränkt nutzbar sein. Wir bitten um Verständnis für die baustellenbedingten Einschränkungen.

In einer ersten Bauphase werden die Nebenanlagen (Gehwege, Radwege, Parken) auf der östlichen Straßenseite, d. h. am Franz-Neumann-Platz, umgestaltet. Im Anschluss erfolgt der Neubau der östlichen Fahrbahnseite. Im weiteren Verlauf wird der westliche Bereich (erst Nebenanlagen, dann Fahrbahn) umgestaltet. Für die Baumaßnahme ist jeweils die Vollsperrung einer Straßenseite notwendig. Fahrzeuge werden dafür auf die gegenüberliegende Straßenseite umgeleitet, so dass die Residenzstraße in beide Fahrtrichtungen befahrbar bleibt.

Informationen zu geplanten Sperrungen und Umleitungen erhalten Sie regelmäßig und vorab u. a. auf dieser Seite und unter der Rubrik „Aktuelles“ der Webpräsenz des Lebendigen Zentrums Residenzstraße.

Planung

Grundlage für die Umgestaltung der Residenzstraße ist ein Rahmenkonzept, welches ab 2016 unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt wurde. 2019 erfolgte die Beauftragung eines Ingenieursbüros mit der Erarbeitung der Bauplanungsunterlagen (BPU) und der darin enthaltenen konkretisierten Entwurfsplanung für den Umbau der Residenzstraße.

Ziele der Umbau-Maßnahme sind vor allem die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf der Residenzstraße und die damit einhergehende Stärkung und Attraktivierung des Fuß- und Radverkehrs durch ein verbessertes Platzangebot sowie den Abbau von Barrieren und die Qualifizierung von Querungsmöglichkeiten.

In den folgenden drei Querschnitten der Residenzstraße sind die geplanten Veränderungen gegenüber der Bestandssituation beispielhaft zur Veranschaulichung dargestellt und bemaßt.

 

Zeitplan

Die Umgestaltung der nördlich anschließenden Bauabschnitte ist für den Zeitraum Ende 2027 bis 2030 geplant.