© Schumann

Barrierearmer Umbau der Residenzstraße

Dieses Vorhaben ist eines der zentralen Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ für das Fördergebiet Residenzstraße. Die Geschäftsstraße Residenzstraße ist Teil der stark befahrenen Bundesstraße B96. Täglich nutzen über 40.000 Fahrzeuge diesen Abschnitt. Das hohe Verkehrsaufkommen führt zu einer erheblichen Belastung durch Lärm und Abgase. Zusätzlich beeinträchtigen enge Gehwege, unsichere Straßenquerungen, Barrieren und eine veraltete Verkehrsführung die Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit deutlich.

Die bestehende Gestaltung wird den vielfältigen Anforderungen an eine zeitgemäße und attraktive Geschäftsstraße nicht mehr gerecht. Insbesondere für zu Fuß Gehende, Radfahrende und mobilitätseingeschränkte Personen bedarf es sicherer und komfortabler Gestaltungslösungen, die auch die Interessen der Gewerbetreibenden berücksichtigen. Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ wird die Residenzstraße daher grundlegend erneuert – barrierearm, klimaangepasst und zukuntsfähig.

Den Auftakt bilden die Umbauarbeiten an den Kreuzungen „Markstraße/Holländerstraße“ und „Markstraße/Residenzstraße/Pankower Allee“. Da beide Kreuzungsbereiche Unfallschwerpunkte sind, wird dieser Abschnitt von der Unfallkommission der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanziert. Dem Umbau gingen umfassende Verkehrsanalysen und Planungen voraus. Ziel ist es, die Verkehrsabläufe zu optimieren. Es entsteht ein sicherer, übersichtlicher und barriereärmerer Straßenraum – für alle, die hier zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind.

Mit der Umgestaltung der Residenzstraße in diesem ersten Abschnitt wird insbesondere die Sicherheit für den Pkw-, den Fahrrad- und den Fußverkehr deutlich erhöht. Die Verkehrsführung und Gestaltung des Straßenraumes werden so angepasst, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmenden gerecht werden und den Ansprüchen an eine zeitgemäße Mobilität und Barrierefreiheit Rechnung tragen.

© Bezirksamt Reinickendorf

Konkrete Verbesserung

Folgende Einzelmaßnahmen werden zwischen Holländerstraße und nördlichem U-Bahneingang Franz-Neumann-Platz ab Frühjahr 2026 umgesetzt:

  • Die Asphaltdecke wird mit lärmminderndem Asphalt erneuert.
  • Die Aufteilung der Fahrspuren wird optimiert. Die Fahrbahnmarkierungen werden erneuert.
  • Die Gehwege werden verbreitert mit Niveauangleichungen an den Übergängen.
  • Der Radweg wird neu sortiert (teilw. mit Markierung auf der Fahrbahn, teilw. auf Gehwegniveau) und verbreitert.
  • Die Querungen und Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebildet. Zur besseren Auffindung dieser werden für Menschen mit Seheinschränkung Blindenleitstreifen angelegt.
  • Die Residenzstraße erhält eine energieeffiziente und attraktive LED-Beleuchtung.
  • Es werden neue, klimaresiliente Bäume gepflanzt, die gegenüber dem Standard eine höhere Qualität aufweisen (DU 32/35 cm anstatt 16/18 cm).
  • Die Lichtsignalanlagen (Ampeln) werden angepasst.
  • Die Lieferzonen und Kurzzeitparkplätze werden angelegt zur besseren Erreichbarkeit der Geschäfte.

Einschränkungen während der Baumaßnahme

Während der Baumaßnahme wird es zu temporären Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden kommen. Die Verkehrsführung, einschließlich des Busverkehrs, wird z. T. umgeleitet. Geh- und Radwege werden zeitlich begrenzt nur eingeschränkt nutzbar sein. Wir bitten um Verständnis für die baustellenbedingten Einschränkungen.

In einer ersten Bauphase werden die Nebenanlagen (Gehwege, Radwege, Parken) auf der östlichen Straßenseite, d. h. am Franz-Neumann-Platz, umgestaltet. Im Anschluss erfolgt der Neubau der östlichen Fahrbahnseite. Im weiteren Verlauf wird der westliche Bereich (erst Nebenanlagen, dann Fahrbahn) umgestaltet. Für die Baumaßnahme ist jeweils die Vollsperrung einer Straßenseite notwendig. Fahrzeuge werden dafür auf die gegenüberliegende Straßenseite umgeleitet, so dass die Residenzstraße in beide Fahrtrichtungen befahrbar bleibt.

Informationen zu geplanten Sperrungen und Umleitungen erhalten Sie regelmäßig und vorab u. a. auf dieser Seite und unter der Rubrik „Aktuelles“ der Webpräsenz des Lebendigen Zentrums Residenzstraße.

Planung

Grundlage für die Umgestaltung der Residenzstraße ist ein Rahmenkonzept, welches ab 2016 unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt wurde. 2019 erfolgte die Beauftragung eines Ingenieursbüros mit der Erarbeitung der Bauplanungsunterlagen (BPU) und der darin enthaltenen konkretisierten Entwurfsplanung für den Umbau der Residenzstraße.

Ziele der Umbaumaßnahme sind vor allem die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf der Residenzstraße und die damit einhergehende Stärkung und Aufwertung des Fuß- und Radverkehrs durch ein verbessertes Platzangebot sowie den Abbau von Barrieren und die Qualifizierung von Querungsmöglichkeiten.

In den folgenden drei Querschnitten der Residenzstraße sind die geplanten Veränderungen gegenüber der Bestandssituation beispielhaft zur Veranschaulichung dargestellt und bemaßt.

© Ingenieurbüro Wosnitza und Knappe

 

© Ingenieurbüro Wosnitza und Knappe

Zeitplan

Der Bau des Abschnitts am Unfallschwerpunkt durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zwischen Holländerstraße und nördlichem U-Bahneingang Franz-Neumann-Platz startet im Sommer 2026. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Die nördlich anschließenden Abschnitte folgenden in den darauffolgenden Jahren.